Im August wurde im Stadtsenat über einen Vorschlag des Bürgermeisters diskutiert. Konkret sollten 1,23 Millionen Euro Bundesgelder in die Schaltung und Umsetzung einer stadteigenen Impfkampagne laufen. Abgesehen von der fragwürdigen Vorgehensweise hinsichtlich Auswahl einer Werbeagentur, brachte Für Innsbruck durch Stadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer den Vorschlag ein, das Geld für Maßnahmen gegen die Teuerung einzusetzen. Die Mehrheit im Stadtsenat beauftragte Bürgermeister Willi, sich mit diesem Wunsch nach freier Verfügung über die Mittel an den Bund zu wenden. Nun steht laut Mitteilung des Gemeindebundes fest, dass noch vorhande Mittel aus dieser Bundeszuwendung auch anderweitig verwendet werden können.

„Es war für mich nie nachvollziehbar, weshalb Gemeinden eigene Kampagnen parallel zu den Werbemaßnahmen des Bundes schalten sollten. Genügend Beispiele haben gezeigt, dass das sogar kontraproduktiv ist. Ich bin daher sehr froh und auch stolz, dass sich die Hartnäckigkeit bezahlt gemacht hat. So können wir über die Gelder frei verfügen und dort einsetzen, wo sie die Menschen aktuell am dringendsten brauchen“, freut sich Stadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer über den Erfolg ihrer Initiative.

Höhe der konkret noch verfügbaren Mittel noch unbekannt

„Jeder Euro hilft, um in der aktuellen Teuerungswelle Maßnahmen für die Menschen sinnvoll einzusetzen. Wir werden über eine Anfrage im Gemeinderat daher rasch die entsprechende Höhe der noch verfügbaren Mittel in Erfahrung bringen und eine dem Geist des Stadtsenatsbeschlusses entsprechende Verwendung einfordern. Leider wurde mittlerweile eine optisch äußerst mäßig gelungene Impfkampagne platziert, wodurch Teile der Mittel sicher schon verbraucht wurden. Bald werden wir aber mehr wissen“, so Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl abschließend.