Gemeinderat Christoph Kaufmann

Bereits vor dem Sommer haben die Fraktionen Für Innsbruck, ÖVP und FPÖ gemeinschaftlich einen ausgewogenen und gut überlegten Vorschlag zur Schaffung einer zielorientierten Wohnungsvergabeliste für den Mittelstand eingebracht. Dieser wurde nach mehreren Gesprächsrunden, insbesondere mit der SPÖ und den Sozialvereinen, überarbeitet und fand im Gemeinderat mit 23 von 38 Stimmen eine klare Mehrheit. Damit wird dem Mittelstand der Lebensmittelpunkt Innsbruck auch bei Familiengründungen ermöglicht und eine sichere Zukunft in der Landeshauptstadt eröffnet.  Gleichzeitig unterstützt die neue Vergabe das Ziel einer ausgewogeneren Durchmischung in Wohnanlagen und fördert das gedeihliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Stadt.

„Ich bin froh, dass wir nun vom vielen Reden ins Tun kommen. Natürlich wird man mit der Zeit auch nachschauen müssen, ob das alles so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Aber lieber bessern wir an der einen oder anderen Stelle nach als weiterhin nichts zu tun wie es der Bürgermeister bevorzugen würde. Wer nichts tut, macht den größten Fehler“, so Für Innsbruck Klubobmann und Sprecher für die neuen Wohnungsvergaberichtlinien GR Mag. Lucas Krackl.

Alle für den Mittelstand oder fehlender Mut?

„Sozial ist uns nicht egal. Es ist schon erstaunlich, wie sich vor allem SPÖ und Grüne immer wieder für eine Unterstützung von Innsbrucks Mittelstand aussprechen, dann aber nicht bereit sind die Vorschläge zu diskutieren oder den Mut aufbringen einen Beschluss zu fassen. Stattdessen versuchen die verschiedenen Akteure, den im Gemeinderat gefassten Beschluss mit zum Teil höchst fragwürdigen Argumenten und Extrembeispielen madig zu machen. Ob ein Ausspielen von Bevölkerungsgruppen sozial ist oder ob es besser wäre ein geregeltes Zusammenleben von allen Menschen zu ermöglichen, mögen die Betroffenen selbst beurteilen“, so Krackl in Richtung der Kritiker.

Andeutungen der Sozialvereine wecken größte Sorge

„Als früherer langjähriger Wohnungsreferent der Landeshauptstadt bin ich entsetzt über die aktuellen Entwicklungen. Sollten die Vorwürfe von DOWAS stimmen, verheimlicht der Bürgermeister untragbare Zustände in Innsbrucks Wohnungen. Anstatt regelmäßig rechtswidrige Vorgänge zu setzen, sollte sich das Stadtoberhaupt schützend vor die Kinder stellen. Wenn laut DOWAS über 1.000 Kinder ihr Wohnbedürfnis nicht decken können oder in schimmeligen Wohnungen leben müssen, hat der Bürgermeister dringenden Erklärungsbedarf gegenüber dem Gemeinderat und zuallererst der Innsbrucker Bevölkerung. Tut er das nicht, hat das Versagen einen Namen und die Verantwortlichen müssen klar benannt werden“, so der langjährige Wohnungsreferent der Landeshauptstadt Innsbruck Für Innsbruck GR Christoph Kaufmann.

Amt und/oder Wohnressort zur Verfügung stellen

„Wenn Georg Willi, nach eigener Bezeichnung ein Konzernmanager, nur ein Mindestmaß an Anstand und Respekt gegenüber seinen Aufgaben hätte, müsste er sein Amt oder zumindest das Wohnressort umgehend zur Verfügung stellen“, so Kaufmann weiters.

Umsetzung des Beschlusses nun im Vordergrund

„Wir sind überzeugt, dass Menschen aus dem Mittelstand in Innsbruck gehalten werden müssen. Dafür müssen künftige Wohnbauprojekte Einheiten für diese Gruppe vorsehen, genauso wie bestehende Wohnungen zu einem Drittel an diese Gruppe zugeteilt werden sollen. Die große Mehrheit der Bestandswohnungen – es sind zwei von drei – werden an die einkommensschwächeren Gruppen zugeteilt. Auch wenn Veränderungen für manche Kollegen im Gemeinderat schwierig sind, so hoffen wir am Ende auch diese überzeugen zu können. Jetzt soll mit dem Beschluss einmal gearbeitet werden“, schließen Kaufmann und Krackl unisono.