Gemeinderätin Brigitte Berchtold

Viele Familien sind durch die Corona-Krise und Lockdown finanziell unter Druck geraten. Eltern haben in Tirol im Schuljahr 20/21 durchschnittlich über 1.200 € pro Kind ausgegeben, so das Ergebnis der aktuellen AK Schulkostenstudie. Das bedeutet für die Familien über das Jahr hinweg weniger Haushaltseinkommen, aufgrund hoher  Schulkosten. Besonders für armutsgefährdete Familien und Alleinerziehende nicht nur eine finanzielle, sondern auch psychische Belastung.

„Während viele Eltern die Arbeit in das eigene Zuhause verlegen mussten, bedeutete es für Eltern in systemrelevanten Berufen weiterhin die Ausübung der Arbeit am Arbeitsplatz zu erbringen. Für Eltern ein zusätzlicher Stressfaktor zu den genannten Mehrfachbelastungen. Es braucht daher eine deutliche finanzielle Entlastung für Familien und einen verantwortungsvollen, achtsamen Blick auf die Familien. Als Bildungssprecherin fordere ich daher für Innsbruck eine gute Familienpolitik, um Chancengleichheit für alle Kinder Innsbrucks zu garantieren und das Wohlbefinden unserer Kinder zu fördern und zu sichern“, so Für Innsbruck Bildungssprecherin GRin Mag. Brigitte Berchtold.

Familien mit kleinen Einkommen entlasten

Es braucht dringend flexible Arbeitszeitmodelle für Eltern, um alle Elternteile in die Kinderbetreuung einbeziehen zu können. In flexiblen Modellen kann jeder Elternteil fixe Tage einplanen, an denen das Kind von der Kinderbetreuungseinrichtung abgeholt wird. So kann die Belastung für den hauptbetreuenden Elternteil – meist immer noch die Mutter – reduziert werden.

„Wir müssen insbesondere Familien mit kleinen Einkommen unterstützen und finanziell entlasten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Die Stadt Innsbruck könnte beispielsweise mit dem Angebot von flexiblen Arbeitszeitmodellen für Eltern noch viel mehr als gutes Beispiel vorangehen. Hier ist der Personalreferent Bgm. Willi massiv gefordert“, schließt Berchtold.