Stadträtin Christine Oppitz-Plörer

Im Zeitraum Mitte März befragte das Innsbrucker Marktforschungsinstitut IMAD im Auftrag der Tiroler Krone 500 Personen zur Politik in der Landeshauptstadt. Die Ergebnisse wurden rund um das Osterwochenende veröffentlicht und brachte für alle Parteien interessante und zum Teil auch weniger erfreuliche Erkenntnisse mit sich. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Artikel findet sich weiter unten auf dieser Seite.

Ein offenes Wort vorweg …

Natürlich können uns die aktuellen Ergebnisse nicht freuen. Wir sehen es als unseren Auftrag, für die Stadt zu arbeiten und für die Idee unserer Bewegung zu kämpfen.

Es zeigt sich, dass die zahlreichen Beschädigungsversuche, die parteipolitisch motivierte Abwahl meiner Person durch die Allianz der Grünen mit der FPÖ und die immer wiederkehrenden grünen Geschichtserzählungen über Verantwortlichkeiten Wirkung gezeigt haben. Besonders die Grünen vermitteln mit jeder der unzähligen Presseaussendungen den Eindruck, als ob die Grünen bisher keines der größeren Projekte mitentschieden hätten. Das werden wir so nicht mehr stehen lassen.

… und volle Konzentration auf die zweite Halbzeit

Für Innsbruck ist anders, moderner, progressiver und das ohne fest eingefahrene Ideologien, denn jeder weiß: der Gehsteig in einer Stadt hat keine Farbe und auch eine funktionierende Schneeräumung ist (offensichtlich) nicht durch ideologische Haltungen zu bewerkstelligen. Kommunalpolitik ist Arbeit – und zwar Arbeit für die Menschen vor Ort. Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker haben derzeit wahrlich andere Sorgen, als sich mit den persönlichen Befindlichkeiten von uns Politikerinnen und Politikern auseinanderzusetzen.

Deshalb konzentrieren wir uns auch in der zweiten Halbzeit  auf das, was wir definitiv am besten können: für die Menschen und die Verbesserung ihrer persönlichen Lebenssituation und ihrer täglichen Lebensqualität in Innsbruck zu arbeiten. Dafür werden wir mutige Entscheidungen einfordern, dafür wurden wir gewählt.

Wir sind nicht dafür zu haben, dass Kultur gegen Sport, Bildung gegen Soziales oder Tourismus gegen öffentlichen Verkehr ausgespielt wird, wie es die Grünen leider immer wieder gerne tun. In unserem breit angelegten Für Innsbruck Beteiligungsprozess haben wir mit unseren Mitgliedern das Zukunftsprogramm „Eine Stadt für die Menschen“ erarbeitet und transparent und nachvollziehbar festgehalten. Das sind unsere Leitlinien nach denen wir arbeiten.

Was zählt …

Viele raten dem Bürgermeister, den Gemeinderat besser einzubinden und nicht primär durch „Spalten statt Gestalten“ in Erinnerung zu bleiben. Damit diese Regierungsperiode nicht eine verlorene Chance  für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker wird – die Pandemie fordert uns ohnehin schon täglich in allen Lebensbereichen – braucht es ehrliche Zusammenarbeit über ideologische Grenzen hinweg und die Einbindung der Gemeinderäte auf Augenhöhe.

Am Ende des Tages geht es immer um die Beurteilung, ob das Erzählte reicht oder das Erreichte zählt.

Herzlichst eure,

Mag. Christine Oppitz-Plörer
Wirtschafts- und Familienstadträtin

Interessantes aus den Ergebnissen

  • Bürgermeister Willi konnte bisher keinen Amtsbonus als Stadtchef aufbauen. Ein solcher Amtsbonus müsste in dieser Phase einer Pandemie ja bei über 50 % liegen. Lagen die Grünen in der Jänner-Umfrage 2021 bei beachtlichen 28%, stehen sie in der März-Umfrage bei 21%. Daraus könnte man ableiten, dass durch das von den Grünen initiierte Abwahlchaos ein Viertel ihrer Unterstützer verloren gingen.
  • Knapp die Hälfte der Befragten beurteilt die politische Arbeit des Bürgermeisters mit Genügend bzw. Nicht Genügend. Der Politikforscher Dr. Traweger attestiert hier eine „gewisse Missgunst und Unzufriedenheit“ mit der Grün-Politik. Er empfiehlt Georg Willi darüber hinaus Ruhe in den Gemeinderat zu bringen und seine Politik auf die Menschen auszurichten.
  • Die beiden Vizebürgermeister Hannes Anzengruber und Markus Lassenberger konnten in kurzer Zeit ihres Wirkens ihre Bekanntheit steigern und festigen. Das ist angesichts der schwierigen Phase nicht selbstverständlich und verdient wirklich hohen Respekt. Dies ist auch insofern von Bedeutung, da der Bürgermeister auch jede stabile Unterstützung im Gemeinderat an seiner Seite braucht.
  • Auch wenn der Wunsch nach einer Fusion der ÖVP mit Für Innsbruck immer wieder artikuliert wird: Wir müssen wohl alle gemeinsam darauf schauen, dass die Regierungsperiode von Georg Willi nicht verlorene Jahre für die Menschen in Innsbruck werden. Vielmehr muss es darum gehen, dass für unsere schöne Stadt gemeinsam viel Positives bewegt wird. Wesentlich ist daher die Zusammenarbeit mit allen VertreterInnen im Gemeinderat. Mit den Kolleginnen und Kollegen der Volkspartei haben wir – auch ohne die immer wiederkehrende Frage nach einer Fusion – eine verlässliche gute Partnerschaft in der Landeshauptstadt und das wird auch so bleiben.

Berichterstattung zur Umfrage der Kronenzeitung