Für Innsbruck Kultur- und Umweltsprecherin GRin Theresa Ringler, BA

Dringend warten die Kultureinrichtungen auf Lockerungen. Auch hier könnte mit klaren Sicherheitskonzepten zumindest ein Teil der wichtigen Kulturarbeit wieder aufgenommen und somit das Überleben vieler Institutionen gesichert werden. Dabei spielt auch die Wertschätzung für die Kulturschaffenden und ihre Tätigkeit eine wichtige Rolle.

Perspektiven für Kultur schaffen

„Kulturinstitutionen, Künstlerinnen und Künstler leiden besonders an den aktuellen Einschränkungen, sind in der medialen und politischen Diskussion rund um Corona aber weiterhin stark unterrepräsentiert. Der Lockdown ist für viele Kulturschaffende zur existenziellen Bedrohung geworden. Jene, die glücklicherweise weiterhin die Möglichkeit haben, ein kulturelles Angebot vorzubereiten, unermüdlich planen und proben und seit Langem an ausgereiften Sicherheitskonzepten arbeiten, werden Woche für Woche vertröstet. Ich unterstütze daher die Forderung von Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader, wonach es endlich auch für die Kultur eine erste Rückkehr zur Normalität geben muss“, so Für Innsbruck Kultursprecherin GRin Theresa Ringler.

Kultur muss endlich mitgedacht werden

Kulturschaffende leisten einen essentiellen Beitrag für eine lebendige Gesellschaft, für ein gesundes Leben und unser Wohlbefinden. Die Arbeit von zahlreichen Akteur:innen im Kulturbereich, in Theatern, Museen, Galerien und Co. ist relevant! Kultur ist in Innsbruck nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, ein Jahr nach den Anfängen der Pandemie in Österreich wird auch immer deutlicher, welche Rolle psychologische und gesellschaftliche Faktoren langfristig spielen. Die Rolle der Kultur sollten und dürfen wir dabei nicht unterschätzen.

„Ich habe den Eindruck, dass Innsbrucks Kulturschaffende großes Verständnis für die gesundheitlichen Maßnahmen haben. Wir dürfen dieses Verständnis aber nicht dauerhaft für selbstverständlich hinnehmen.

Die beste Wertschätzung von Seiten der Politik ist, realistische Perspektiven zu schaffen und die Menschen wieder arbeiten zu lassen.“

Umdenken in Bundesregierung erhofft

„Wenn die aktuellen Zahlen in Innsbruck gehalten werden können und Gastgärten öffnen, dann müssen auch Kulturveranstaltungen mit denselben strengen Sicherheitskonzepten doch endlich wieder möglich sein, vorläufig zumindest im Freien und bald hoffentlich auch wieder in geschlossenen Räumen. Ich hoffe sehr auf ein Umdenken in der Bundesregierung“, schließt Ringler.