Stadträtin Christine Oppitz-Plörer
Klubmann GR Lucas Krackl

Für Innsbruck weist den Vorwurf ein neues Kulturquartier zu verhindern aufs Schärfste zurück. In den Dienstag-Runden der Fraktionen hat Bürgermeister Willi sein vorläufiges Verhandlungsergebnis für ein neues Kulturquartier am Fuße des Bergisels vorgelegt. Für ein Gewerbegrundstück, dessen Wert sich laut Schätzung auf rund 3 Millionen Euro beläuft, wurde vom Bürgermeister ein Kaufpreisanbot von 10 Millionen Euro (ohne Berücksichtigung Sanierungsaufwand und ohne Klärung der Kontamination) vorgelegt. 

„Ich glaube es ist einfach für jeden nachvollziehbar, dass die Stadt keinen Gewerbegrund um über 1.500 Euro pro m² kaufen kann, noch dazu wenn viele Unwägbarkeiten der Sanierung und Kontamination nicht geklärt sind. Der Preis für Gewerbegrundstücke liegt in guten Lagen bei 400-500 Euro pro m². Zudem braucht der Bürgermeister von den Fraktionen keine Erlaubnis Verhandlungen weiterzuführen und ein vernünftiges Ergebnis zur Beschlussfassung vorzulegen“, so Für Innsbruck Wirtschaftsstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

Kulturquartier „Vom Inn bis zur Sill“ hat für Für Innsbruck absolute Priorität

„Höchste Priorität hat für uns, die Gestaltung des öffentlichen Raumes im Kulturquartier ‚vom Inn bis zur Sill‘ voranzutreiben und endlich fertigzustellen. Hier sind von der Hofburg über das Landestheater, das Haus der Musik, dem Treibhaus, der Universität, dem MCI, der Jesuitenkirche, der Synagoge, die Bogenmeile, das Z6, das Alexihaus, der Bäckerei bis hin zum Zeughausareal vielfältigste Kulturinstitutionen angesiedelt. Bevor wir 10 Millionen Euro für ein weiteres Kulturareal ausgeben wollen, möchten wir den öffentlichen Raum mit einer schönen Gestaltung, Neupflasterung und einer großzügigen Begegnungszone für die Menschen massiv aufwerten. Kulturstadträtin Schwarzl und Bürgermeister Willi wären gut beraten, hier tätig zu werden und diese Bereiche nicht zu Lasten des grünen Millionendeals aushungern zu lassen“, so Oppitz-Plörer.

„Bereits im Arbeitsübereinkommen wurde festgelegt, dass die Pläne zur Umsetzung des Kulturquartiers vom Rennweg bis zu den Bögen in dieser Periode in eine erste Umsetzung kommen sollten. Sowohl die Begegnungszone im Bereich Haus der Musik als auch eine qualitätsvolle Oberflächengestaltung samt Attraktivierung Museumsstraße und Sillgasse liegen leider immer noch im Tiefschlaf. Für eine gute Stadtteilentwicklung wäre es an der Zeit zuerst jene Bereiche umzusetzen, zu denen es schon viele Vorarbeiten gibt“, so der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.

Innsbrucker Stadtleben bereichern

„Gute Verhandlungsergebnisse für mehr Lebensqualität werden auch Mehrheiten finden. Auch wenn die Pläne zu St. Bartlmä großen Charme haben, müssen diese wirtschaftlich vertretbar sein und können nicht einfach zu Lasten anderer wichtiger Projekte priorisiert werden. Wenn die Kulturstadträtin feststellt, dass die Zeit für ein Kulturquartier ‚überreif‘ sei, dann kennt offenbar auch sie das Arbeitsübereinkommen 2018-2024 nicht. Gerne unterstützen wird die längst überfällige Umsetzung des bereits vereinbarten innerstädtischen Kulturquartiers vom Inn bis zur Sill und hoffen auf baldige Bewegung in dieser Sache anstatt sich mit einem vollkommen überteuerten Ankauf von Gewerbegrund auseinanderzusetzen“, so Oppitz-Plörer und Krackl abschließend.

Beiträge zum Thema in der TT vom 14. – 16. April