Gemeinderätin Brigitte Berchtold

Jedes 5. Kind ist in Österreich von Kinderarmut betroffen, aktuell sind mehr als 350.00  Kinder und Jugendliche in Österreich armutsgefährdet. So verschärft die Corona-Krise die soziale Bildungskrise massiv. Diese Kinder sind gefährdet den Anschluss zu verlieren. Es braucht daher daher grundlegende Maßnahmen gegen Kinderarmut.

„Neben Wertschätzung für die Familien, braucht es Unterstützung für die Eltern, die sich gut um ihre Kinder kümmern wollen. Wir brauchen psychosoziale Angebote für Eltern und Kinder und  pädagogische Impulse, die Eltern und Erziehungsberechtigte bei der Bewältigung ihre erzieherischen Aufgaben unterstützen können, ebenso wie bei der Gestaltung des familiären Alltags und bei weiteren sozialen Aufgaben. Zudem sind intensive politische Bemühungen notwendig, um weitere finanzielle Unterstützungsmaßnahmen für Familien zu garantieren. Laufende Investitionen im Bildungs- Freizeit- und Gesundheitsbereich sind notwendig, denn armutsgefährdete Kinder und Jugendliche sind im besonderen Maße auf die öffentliche Infrastruktur angewiesen.“, so Für Innsbruck Bildungs- und Familiensprecherin Mag. Brigitte Berchtold.

Kinderarmut und Gesundheit hängen zusammen

„Die Gesundheitskrise verdeutlicht den Zusammenhang von Kinderarmut und Gesundheit. Studien belegen, dass die Covid-Krise die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder deutlich eingeschränkt hat und das Essverhalten negativ beeinflusst hat. Viele Kinder sind sehr belastet, vor allem Kinder in der Stadt ohne Garten oder Zugang zu Grünflächen. Armutsgefährdete Kinder und Jugendliche machen weniger Sport, sind mehr von chronischen Krankheiten betroffen und können sich Freizeitaktivitäten nicht leisten. Als Bildungssprecherin ist es mir daher sehr wichtig, mich weiterhin für den Ausbau der Infrastruktur einzusetzen, um allen Kindern in Innsbruck bestmögliche Chancen für ein Leben in Glück, Sicherheit und Gesundheit zu ermöglichen“, schließt Berchtold.