Gemeinderat Christoph Kaufmann

Leistbares Wohnen ist in aller Munde. Geht es um gefördertes Eigentum, ist es in Innsbruck aktuell nahezu unmöglich, dieses zu erwerben. Der wesentliche Grund dafür sind die in den letzten Jahren häufiger auftretenden Spekulationsgeschäfte, wo Private nach einigen Jahren geförderte Wohnungen um das Doppelte oder Mehr dann am freien Markt verkaufen können. Dem will Landesrätin Dr. Beate Palfrader nun entgegentreten. Eine Forderung die Für Innsbruck auch schon länger aufstellt und die Landesrätin hier vollinhaltlich unterstützt.

„Wer einmal eine geförderte Wohnung kauft, soll diese nicht zu Phantasiepreisen weiterverkaufen können. Es kann nicht sein, dass sich Einzelne auf Kosten der Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen und die öffentlich geförderte Wohnung dem Angebot von leistbaren Wohneinheiten entzogen wird. Das kommt einer Vernichtung von Sozialkapital gleich“, so Für Innsbruck Sprecher zum Thema Wohnen, GR Christoph Kaufmann.

Spekulation mit geförderten Wohnungen

„Nicht selten werden heute Wohnungen um 450.000 Euro angeboten, die vor etwas mehr als 10 Jahren dank der öffentlichen Förderungen um 200.000 Euro verkauft wurden. Diese Wohnungen verschwinden vom geförderten Wohnungsmarkt auf alle Zeiten und die Zielsetzungen für leistbares Wohnen werden zerstört“, so Kaufmann mit weiters.

Volle Unterstützung für langfristige Sicherstellung – Einmal gefördert, immer gefördert

„Auch wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass eine kurze Befristung des Veräußerungsverbotes unweigerlich zu Spekulation führen wird. Wer eine geförderte Wohnung gekauft hat, soll diese zwar weiterverkaufen können, nur nicht um jeden Preis. Eine geförderte Wohnung soll auch nach dem Weiterverkauf noch eine geförderte Wohnung bleiben, insofern sollte maximal eine Indexierung nach dem VPI für die Weiterveräußerung geltend gemacht werden“, schließt Kaufmann.