Für Innsbruck Sprecher für Stadtentwicklung Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl

Besonders im Sommer und den Ferienzeiten sind sie in Scharen in der Innenstadt anzutreffen. Die Rede ist von den Keilern, die als sogenannte „Dialoger“ im Auftrag von Agenturen mit T-Shirts von renommierten Organisationen um Abbuchungsaufträge kämpfen. Junge Menschen, die sich teilweise erniedrigen und mit einem Klemmbrett unter dem Arm den Passanten in den Weg stellen oder gar hüpfen, kuriose Verkleidungen anziehen oder mit eigenartigen Sprüchen Aufmerksamkeit erzeugen versuchen. Analogien zum gewerblichen Betteln sind deutlich erkennbar. Neben der penetranten Ansprache sorgen auch „Aufseher“ dafür, dass um jeden Auftrag gekämpft wird. Warum das Straßenkeilen erlaubt sein soll, will Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl nun geprüft wissen.

„Wer viel in der Stadt unterwegs ist, wird auch sehr häufig immer und immer wieder angesprochen, auch mehrmals am Tag. Während wirklich armen Menschen alleine das Ansprechen von Passanten als Form des aggressiven Bettelns untersagt ist, scheinen Spendenkeiler einfach alles machen zu dürfen. Ich halte das für nicht gerechtfertigt und will das beendet wissen“, so Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.

Spenden kommen nur zum Teil an – Besser lokal spenden

Die jungen Menschen engagieren sich scheinbar für die vielen namhaften Organisationen, in deren (indirekten) Auftrag sie Geld bzw. Spendenverträge einsammeln. Wer gut ist, kann hier auch ordentlich verdienen, denn es gibt Prämien pro Spendenvertrag und die dahinterstehende Organisation wird auch profitieren. Wie viel wirklich bei der Hilfsorganisation ankommt ist zu hinterfragen.

„Spenden sollen auch ankommen, wo sie hin sollen. Bei der Spendenkeilerei auf der Straße erhalten die Werber vor Ort eine Prämie, genauso wie die lokalen Aufseher und schlussendlich wird auch die Agentur dahinter nicht ganz ehrenamtlich arbeiten. Dabei gibt es doch so viele Möglichkeiten regional Gutes zu tun – da braucht es die tägliche Nötigung von Passanten und gleichzeitig die Selbsterniedrigung der Straßenkeiler vor Ort nicht“, so Krackl.

Rechtliche Möglichkeiten prüfen – Spendenkeilerei ein Ende setzen

„Im nächsten regulären Gemeinderat werde ich eine rechtliche Prüfung beantragen, inwieweit sich diese Form der Spendenakquise von aggressivem bzw. gewerblichem Betteln unterscheidet. Ich würde mir wünschen, dass diese Geschäftsform im öffentlichen Raum bald nicht mehr erlaubt ist und man die Innenstadt wieder in Ruhe besuchen kann“, schließt Krackl.