Gemeinderat Markus Stoll

Das städtische Budgetjahr 2020 wurde mit einem positiven Ergebnis von 43,2 Millionen Euro Überschuss abgeschlossen. Das ist einerseits erfreulich, wirft andererseits aber auch Fragen zur Verlässlichkeit der Budgetplanung auf. Aktuell werden Projekte gesucht, mit denen das nun übrige Geld verbraucht werden kann. Der Vorsitzende des städtischen Finanzausschusses GR Mag. Markus Stoll spricht sich für ambitioniertes Handeln aus und empfiehlt, eine Tilgung von Darlehen in Betracht zu ziehen.

„Statt unter Zeitdruck nach kostspieligen Projekten zu suchen, könnte Finanzreferent Willi auch Darlehen tilgen. Bei Zuführung des Überschusses zur Darlehenstilgung würde bereits ein Viertel aller Verbindlichkeiten abgebaut werden können und damit die Pro-Kopf-Verschuldung deutlich gesenkt werden“, so der Vorsitzende des städtischen Finanzausschusses, Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll.

Auch bei Tilgung bleibt Stadt wichtiger Wirtschaftsimpulsgeber

„Selbst wenn der gesamte Überschuss in die Tilgung fließen würde, bleibt die Stadt mit ihren Beteiligungen wichtiger Wirtschaftsimpulsgeber für die gesamte Region. Über 90% der Aufträge unserer Beteiligungen werden nämlich an heimische Unternehmen vergeben“, so Stoll.

Überliquidität ist nicht professionell

„Selbstverständlich ist es in Corona Zeiten nicht leicht, ein Budget im Plan zu halten. Einen Überschuss von über 43 Millionen zu erzielen, kann jeden Bürger freuen, stellt aber eine solide Budgetplanung in Frage. Nützen wir dennoch diese Chance für die Innsbrucker*innen, mit dem unerwarteten Überschuss Darlehen rasch und massiv zu tilgen“, schließt Stoll.