Für Innsbruck Stadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer

Durch die Diskussion über eine zeigemäße, barrierefreie und ansprechend gestaltete Toilettenanlage im Pavillon vor dem Landestheater haben nun auch die anderen Fraktionen bemerkt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Eigentlich bestanden hätte, denn Grüne, SPÖ und ÖVP haben im Stadtsenat vor wenigen Wochen (22. Juli 2021!) mit dem Beschluss zum Reisebusleitsystem den „Würfel“ inhaltlich bereits anderweitig verplant. So soll laut diesem Beschluss die zentrale Verwaltungs- und Anlaufstelle für die Reisebusunternehmen UND eine moderne und großzügige öffentliche Toilettenanlage untergebracht werden.

„Es ist schon sehr erstaunlich, wie die Kollegen von Grünen, ÖVP und SPÖ vor einem Monat ein – aus unserer Sicht zum Scheitern verurteiltes – Reisebusleitsystem samt zusätzlichen Einrichtungen der Infrastruktur auf Vorschlag des Bürgermeisters im Stadtsenat beschlossen haben. Der Pavillon dient in diesen – allen Fraktionen seit Monaten – vorgelegten Plänen als zentrale Verwaltungs- und Anlaufstelle für die Reisebusse sowie als Toilettenanlage“, so Für Innsbruck Wirtschaftsstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

Im Stadtsenat vom 21.07.2021 hat eine Mehrheit aus Grüne, ÖVP und SPÖ den Vorschlag des Bürgermeisters für ein Reisebusleitsystem unterstützt, welcher mit der Reisebusleitzentrale und einer WC Anlage bereits eine konkrete Nutzung – wie in diesem Plan für alle Mandatare sichtbar – vorsieht.

Zu viele Ideen für zu wenig Fläche

„Nun soll der vom Gebäude her relativ kleine Würfel zu einer ‚eierlegenden Wollmilchsau‘ umgewandelt werden, was sich vom Platz her nicht so recht ausgehen kann. Vom Vorgehen erinnert das ein wenig an die grüne Idee für eine Fußgängerzone in der Fallmerayerstraße. Dort, wo Menschen flanieren sollen, sollen gleichzeitig auch die Reisebusse durchfahren und Platz finden. Da passt Vieles leider nicht zusammen und den Innsbruckern werden wissentlich bald mehr Bären aufgebunden, als im ganzen Alpenraum in der freien Wildbahn unterwegs sind“, so Für Innsbruck Wirtschaftsstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

Masterplan Gehen hat Diskussion angestoßen

Mehrfach hat Für Innsbruck auf eine sinnvolle Nutzung des Pavillons hingewiesen. Erst mit dem Antrag für einen Masterplan Gehen und dem provokanten Vorschlag, im Pavillon eine moderne, barrierefreie und zeitgemäße großzügige öffentliche Toilettenanlage unterzubringen, kam die Diskussion über die Nutzung des Würfels endlich in Gang.

„Während man drei Jahre verabsäumt hat, für die Neunutzung des Pavillons ernsthaft tätig zu werden. Davor hörte man kaum konkrete oder realistisch umsetzbare Vorschläge“, erinnert Oppitz-Plörer.

Für neue Nutzung des Pavillons müssen gültige Beschlüsse aufgehoben werden

„Es zeigt sich, dass schlecht vorbereitete und zu wenig diskutierte Beschlüsse im Nachgang zu großen Problemen führen. Zumindest scheinen sich jetzt mehr Kolleginnen und Kollegen im Gemeindeart ernsthafte Gedanken zu machen und das empfinden wir als positiv. Mit dieser Dynamik werden vielleicht auch die gefassten Beschlüsse zu dem zum Scheitern verurteilten Reisebusleitsystem nochmals hinterfragt und aufgehoben. Erst dann kann eine sinnvolle Diskussion über die Zukunft des Pavillons geführt werden“, schließt Oppitz-Plörer.