Gemeinderat Markus Stoll

Kritisch gesehen werden die jüngsten Absagen der Congress Messe Innsbruck Gesellschaft oder auch die im Raum stehenden Überlegungen, öffentliche Veranstaltungen nicht mehr durchzuführen. Es braucht Konzepte, die sichere Veranstaltungen im öffentlichen Raum ermöglichen und zumindest ein wenig Mut und Zuversicht schenken. Für Innsbruck spricht sich zudem auch für eine allgemeine Sperrstunde um 23 Uhr aus.

„In diesen schwierigen Zeiten verbreitet jedes noch so kleine öffentliche Veranstaltung mit den entsprechenden Sicherheitskonzepten Optimismus und Mut. Gerade das brauchen die Wirtschaft, die Arbeitnehmer und auch die Konsumenten. Mit geeigneten Konzepten für die aktuellen Rahmenbedingungen bereitet sich zum Beispiel die Messe München vor. Lieber eine Veranstaltung mit Einschränkungen als keine Veranstaltung“, so Für Innsbruck Wirtschaftssprecher und langjähriger Aufsichtsrat der Congress Messe Gesellschaft Innsbruck.

Öffentliche Veranstaltungen sind sicherer – Sperrstunde um 23 Uhr

Wie Bundes- und Landesregierung unmissverständlich und klar festgestellt haben, sind es vor allem private Feiern, Vereinsfeiern oder private Veranstaltungen in Vereinslokalen und größere nächtliche Feten die wesentlichsten Gefahrenquellen für die Ausbreitung. Bei organisierten öffentlichen Veranstaltungen hingegen, scheint das Risiko deutlich geringer zu sein.

„Als öffentliche Hand sind wir aufgrund der jüngsten Erfahrungen gerade jetzt gefordert, mehr Angebot in der Öffentlichkeit zu schaffen, bei dem die Sicherheitsbestimmungen eingehalten und kontrolliert werden. Ansonsten verlagert sich alles in einen nicht mehr kontrollierbaren Bereich“, wünscht sich Stoll mehr sichere öffentliche Angebote.

„Auch wenn es schmerzhaft ist, sollten wir eine allgemeine Sperrstunde mit 23 Uhr einführen, denn am Abend kommt es zu den meisten Infektionen. Das könnte ein Weg sein, um gut über den Herbst und Winter zu kommen“, so Stoll weiters.

Gemeinsam Situation meistern

„Die ’neue Normalität‘ mit Masken wird uns wohl bis in den Sommer begleiten. Wir alle sollten lernen mit den Herausforderungen umzugehen und damit auch mithelfen die negativen Auswirkungen für das Sozialgefüge, die Kultur aber auch Wirtschaft wettzumachen“, schließt Stoll.