Im März 2019 lies GRin Theresa Ringler im Gemeinderat aufhorchen: Innsbruck soll CO2-neutral werden! Ein langer Prozess sollte begonnen werden und dabei stand zuallererst das Stadtmagistrat selbst im Fokus. Der Antrag zur Prüfung von Maßnahmen, den Betrieb kimaneutral zu gestalten, wurde mit großer Mehrheit dem Stadtsenat zur Erledigung zugewiesen. Die Intention dahinter: Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen mit negativen Auswirkungen auf das Klima sollen reduziert und kompensiert werden. Damit einher geht die Nutzung von sauberen Energiequellen und verstärkter Schutz und Erhalt von natürlichen CO2-Neutralisatoren wie zum Beispiel Wäldern. Ziel ist es, ganz Innsbruck klimaneutral zu machen. 

 

„Wir möchten noch einen Schritt weiter gehen und nach dem Vorbild anderer europäischer Städte die Vision einer klimaneutralen Stadt Innsbruck verfolgen. Mit ambitionierten mittel- und langfristigen Zielen, wollen wir ein wirkliches Umdenken erreichen.“, so FI-Umweltsprecherin Theresa Ringler damals. Mittlerweile wird dieses Vorhaben auch in Form des „EU Green Deals“ verfolgt: Bis 2050 soll Europa der erste klimaneutrale Kontinent werden. „Dieses gemeinsame  Ziele können wir nur erreichen, wenn auch alle ihren Beitrag leisten. Und das möglichst schnell, denn besser wären deutliche Ergebnisse bereits in 5, 10 und 20 Jahren. Und dafür müssen wir jetzt mit großen Schritten vorankommen.“

 

Als jüngstes Mitglied im Innsbrucker Gemeinderat möchte Ringler Bewusstsein dafür schaffen, dass die hohe Lebensqualität in Innsbruck nicht selbstverständlich ist. Schon bei der damaligen Antragsstellung unterstützte Mag.a. Christine Oppitz-Plörer, ressortführend für Kinder- und Jugendförderung, dieses Vorhaben und meinte: „Sich für Umwelt und Klima einzusetzen, ist kein parteipolitisches Thema. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, für den eigenen Lebensraum, für die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt und für zukünftige Generationen“.

 

Mobilitätsmanagementkonzept

„Im vergangenen Stadtsenat wurde – als erster kleiner Schritt zur Umsetzung eines klimaneutralen Magistrats – beschlossen, dass ein betriebliches Mobilitätsmangementkonzept erstellt werden soll. Dabei soll das Verkehrsverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter analysiert und mögliche Optimierungsmöglichkeiten bzw. Maßnahmen zur Unterstützung gefunden werden. Im Grunde eine gute Idee, nur wäre es wohl sinn- und wirkungsvoller gewesen, eine derartige Erhebung gleich gemeinsam mit allen Beteiligungen durchzuführen. So kocht jeder seine eigene Suppe und das ist schade, teurer und weit unter dem Potenizal. Da sollten wir deutlich besser werden“, hebt Ringler hervor, wie hier mit den Ressourcen Zeit und Geld in Zukunft besser umgegangen werden kann.

 

Zusammenarbeit und Respekt notwendig

Ringler betont, dass für sie Klimaschutz nicht bedeutet, Angst und schlechtes Gewissen zu verbreiten und durch das Finden von Sündenböcken politisch Stimmung zu machen. „Damit es wirklich um die Sache – den Schutz und Erhalt unserer Natur geht – muss eine optimistische und gestaltungswillige Einstellung mit klaren und pragmatischen Handlungsvorstellungen verbunden werden. Das geht nur mit Zusammenarbeit und Respekt vor der Umwelt und voreinander.“ Durch die Veränderung der eigenen Lebensweise kann und sollte jede und jeder seinen und ihren Beitrag für den Klimaschutz leisten. „Auch wenn durch das Konsumverhalten jeder Einzelne gesellschaftliche Entwicklungen mehr mitbestimmen kann, als manche denken: als Politiker*innen haben wir größere Handlungsspielräume und die sollten wir nutzen. Daher bin ich froh, wenn sich in dieser Angelegenheit wieder etwas bewegt“, schließt Ringler.