Gemeinderat Markus Stoll

Im Zuge der Bestellung des Finanzdirektors entstand ein städtisches Gutachten, wonach Führungskräfte mit über 60 Jahren nicht mehr wiederbestellt werden dürfen, da die Amtszeit über das gesetzliche Pensionsalter für Beamte hinauslaufen könnte. Der Inhalt dieses Gutachtens ist seither strittig und beschäftigt demnächst wohl auch Gerichte in einem Arbeitsgerichtsprozess.

Zwei höchst verdiente Mitarbeiter der Stadt Innsbruck wären nun zur Wiederbestellung als Abteilungsleiter-Stellvertreter vorgesehen gewesen. Das zuvor erwähnte Gutachten verhindert in seiner Kernaussage jedoch eine Wiederbestellung der für die Landeshauptstadt wichtigen Beamten. Anstatt das Gutachten für nichtig zu erklären, wurde die Bestellung im Stadtsenat vertagt und schlussendlich ohne Beschlussfassung in einem Gremium vom Bürgermeister alleine vorgenommen.

„In den vergangenen 25 Jahren war es Usus, dass derartige Entscheidungen im Stadtsenat getroffen wurden. Kurios ist, dass Amtsvorstände und Abteilungsleiter sehr wohl aber durch den Stadtsenat bestellt werden müssen. Warum soll es für die Stellvertreter anders sein?“, so Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll.