Gemeinderat Markus Stoll
Stadträtin Christine Oppitz-Plörer

Für das MCI gibt es ein fertiges Projekt, welches aus einem internationalen Architekturwettbewerb hervorgegangen ist. Aus bis heute nicht nachvollziehbaren Gründen hat Landesrat Tratter vor nunmehr zwei Jahren einen Stopp verfügt und eine Neuausschreibung in Angriff genommen. Auch hier zeigt sich schon jetzt, dass die Kosten nicht geringer werden und das bei kleinerer Fläche und womöglich schlechterer architektonischer Qualität. Ganz abgesehen von den jährlich „verlorenen“ Kosten durch den Projektstopp. Nach den jüngsten Überlegungen, das MCI zu filetieren und einen Teil in Schwaz anzusiedeln, fordert Für Innsbruck nun ein klares Bekenntnis von Landesrat Tratter zum Standort Innsbruck und eine klare Entscheidung für die rasche Umsetzung des so dringend benötigten Neubaus für einer der renommiertesten Hochschulen Europas.

MCI Standortgarantie für Innsbruck gefordert

Durch den aktuellen Stillstand beim MCI wird viel Geld sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Jährlich kann man von mindestens 5 Millionen Euro ausgehen, welche durch Fremdanmietungen und Steigerungen des Baukostenindexes anfallen. Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll fordert eine klare Standortgarantie und den Start des Neubaus.

„Hochschulen brauchen urbane Räume, damit sie funktionieren können. Wie die jüngsten Entwicklungen nachdrücklich belegen, steht man zum Beispiel auch in der Universitätsstadt Lienz vor vielen Schwierigkeiten. Eine Absiedelung nach Schwaz wie kürzlich angedacht gefährdet den Erfolg des MCI. Umso dringender ist es jetzt, eine klare Standortgarantie zu geben und den Neubau endlich umzusetzen. Denn eines ist klar: je länger dieses höchst fragwürdige juristische Gezerre weitergeht, desto teurer wird es“, so Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll.

Bauherrenschaft an Hochschule übertragen

Für Innsbruck schlägt vor, dem MCI den Bau ihrer Einrichtung zu übertragen. Die öffentlichen Mittel könnten somit gedeckelt zur Verfügung gestellt werden und allfällige Finanzierungslücken müsste das MCI selbst aufbringen. Mit diesem Vorschlag wendet sich Für Innsbruck insbesondere an die konstruktiven Kräfte im Tiroler Landtag.

„Ich denke es wäre ein guter Ausweg, dem MCI den Bau ihrer Einrichtung zu übertragen. Die öffentliche Hand könnte die derzeit geplanten Mittel zur Verfügung stellen und so das beste Projekt, welches aus dem Wettbewerb hervorgegangen – und zum Teil fertig geplant ist – umsetzen. Allfällige Finanzierungslücken kann das MCI auch selbst aufbringen. Damit könnten wohl alles Seiten sehr zufrieden sein und in Zeiten der Krise wäre so eine Investition doppelt sinnvoll“, so Wirtschaftsstadträtin und Innsbrucks Referentin für Hochschulen, Stadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

„Mit einer solchen Entscheidung wird es sehr rasch zu einer guten Umsetzung kommen, von der noch viele Generationen profitieren werden“, schließen Oppitz-Plörer und Stoll unisono.